Phase II

    • Kriegstrommeln und Schweigespirale

      Was berichten die Medien eigentlich über Rojava, den Krieg in Syrien oder den
      Irak? Und was passiert dort wirklich?

      16.30 – 18.30 Uhr

      „Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit“. Warum dieser Vorwurf auch
      heute eine gewisse Berechtigung hat, wird im Workshop am Beispiel der Be-
      richterstattung über den Krieg gegen den islamischen Staat in Syrien und dem
      Irak untersucht. Und warum wird so in Zeitungen berichtet? Dazu gehört auch
      die Fragestellung warum, außer im Kontext der Belagerung von Kobane, das
      demokratische Projekt in Rojava (Nordsyrien) in der Berichterstattung kaum
      gewürdigt wird. Der Workshop gibt sowohl einen kurzen Einblick in die Situation
      in der Region und in typische Mechanismen von Kriegspropaganda.
      Gemeinsam werden wir herausarbeiten, wie ein sinnvoller und kritischer Umgang mit
      Medien aussehen könnte und welche Fragen uns helfen können sensibel gegenüber Propa-
      ganda zu werden.
      Referentin: Claudia Haydt, zweite Vorständin bei der Informationsstelle Militarisierung (IMI)

    • Überwachungskritischer Stadtrundgang

      16.30 – 18.30 Uhr

      Überwachung ist immer wieder in den Medien – Vorratsdatenspeicherung,
      Meta-Daten, NSA – alles weit weg? Von wegen! Die Überwachung findet vor
      deiner Haustüre statt und in deiner Hosen- oder Handtasche. Wir begeben uns
      gemeinsam auf einen Trip durch den Großstadtdschungel und schauen welche
      Augen uns aus dem Dickicht beobachten.
      Referent:  Moritz Tremmel
      schreibt zum Themenkomplex Datenschutz, Überwachung und Kontrolle, ist
      Teil des Forschernetzwerks surveillance-studies.org, bloggt bei netzpolitik.org
      und ist Mitglied des Vereins Digitale Gesellschaft. moritztremmel.de

       

    • PEGIDA – die neue deutsche Welle auf der Straße

      16.30 – 18.30 Uhr

      Unter dem seltsam anmutenden Namen „Patriotische Europäer gegen Islami-
      sierung des Abendlandes“ (PEGIDA) gehen seit Ende Oktober 2014 in Dresden
      Menschen gegen Flüchtlinge, „den Islam“ und die „Lügenpresse“ auf die Stra-
      ße. Aus hunderten wurden tausende und von Dresden aus verbreitete sich die
      rassistische Bewegung über die ganze Bundesrepublik. Spiegel-Online schrieb:
      „Pegida vereint sie alle: die Frustrierten, die Ängstlichen, die Wütenden.“
      Doch was genau steckt hinter dieser „Versammlung der verängstigten Deut-
      schen“ (Michael Bartsch)?
      Referent: Lucius Teidelbaum
      wird die Entwicklung der PEGIDA-Bewegung nachzeichnen,
      die Organisator/innen und ihre Hintergründe benennen, sowie eine Analyse
      wagen. Es wird im Anschluss auch ausreichend Raum
      für Fragen und Diskussion geben.

    • Konflikte und Kriege jenseits der Schlagzeilen –
      Fallbeispiel (Süd)Sudan – Teil2

      16.30 – 18.30 Uhr

      Neben all den medial zum Teil stark präsenten Kriegen und Konflikten des
      Jahres 2014/2015 wird auch im Südsudan, dem 2011 vom Sudan unabhängig
      gewordenen jüngsten Staat Afrikas, wieder gekämpft. Die beiden Landesteile
      sind auch nach ihrer Trennung nicht zur Ruhe gekommen. Fast die ganze Phase
      der staatlichen Existenz des 1956 aus der Kolonialzeit entlassenen Sudan war
      von einem oder mehreren blutigen Konflikten innerhalb des Staatsgebietes
      und häufig mit Einmischung verschiedener Nachbarstaaten geprägt. Massaker,
      Flächenbombardements, Politik der verbrannten Erde und dadurch bedingte
      Hungerkatastrophen sind leidvolle Konstanten, die mindestens zwei Millionen
      Menschen das Leben gekostet haben. Ein Durchbrechen der seit Jahrzehnten
      andauernden Konfliktdynamik gilt dennoch als unwahrscheinlich.
      Der Workshop möchte die Geschichte und diese immer wiederkehrenden Mus-
      ter der Konflikte im (Süd)Sudan beleuchten.

      Referent: Jonas Gasthauer

      Die beiden Workshops können auch getrennt voneinander besucht werden. Zentrale Inhalte der Einführung werden zu Beginn des Fallbeispiels nochmal erläutert.

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